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Äberlausitzer Mundart

„Oallerlee aus der Äberlausitz“

Typisch sind geflügelte Worte

Zevill und zewing is ee Ding.“ (Zuviel und zuwenig kommt auf dasselbe raus.)

Die Oberlausitzer Mundart, ist ein Dialekt, der heutzutage ausschließlich im Süden der Oberlausitz gesprochen wird. Die Einheimischen bezeichnen ihre Sprechweise als Rollen (quirlen). Die genaue Herkunft und Verwandschaft dieser Mundart zu bestimmen ist recht schwer. Es wird angenommen, das diese Form von fränkischen, hessischen und thüringischen Siedlern stammt. Eine historische Nähe der Mundart existiert zu den früher weiter östlich und südlich von den Deutschen in Böhmen und Schlesien gesprochenen Dialekten. Man kann die Oberlausitzer Mundart so im weitesten Sinne auch als einen der wenigen verbliebenen Sudetendialekte bezeichnen.

Mundart-Wörterbuch: Äberlausitz (Oberlausitz) – Heemt (Heimat) – Abern (Kartoffeln) – Abernmauke (Kartoffelbrei) – oallerlee (allerlei) – daheeme (zu Hause) – bampern (etwas sehr langsam tun) –  – Mittche (Mittag) – murne (morgen) – oaahoosn (anziehen) – Oack ne jechen (immer mit der Ruhe) – Obd (Abend) – schiene (schön) – Nubber (Nachbar)

Volksspielkunst „Thalia“ Jonsdorf e.V. 

Kontakt: Reiner Hauck
Tel. 035844 70533
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Illustration lustiges Schaf

Manche nennen die Oberlausitz auch das "R" Land.

Das rollende R wird heute noch in Jonsdorf gesprochen. Deshalb wird den Oberlausitzern auch nachgesagt, sie hätten "a Rad`l a dr Gurgel" (Ein Rad in der Gurgel). Ihre Heimat nennen die Oberlausitzer selbst „Äberlausitz“

“Gibt es ein großes Gewühle, wird`s Euch manchmal gar zu bunt – reist nur ins Gebirge – das macht Euch gesund!

Frühjahr, Sommer, Winter, Sonne, Regen, Schnee – immer wird`s da schön sein, kommt mir einmal her!

Wer sein ganzes Leben immer nur zu Hause klebt, hat gewiss die Ferien nur umsonst verlebt.

Kommt nur ins Gebirge, klettert auf die Lausche hinauf! Den Rheumatismus werdet ihr los, das treibt die Sorgen aus.“

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